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Romanisches Erbe

Der Kunstreichtum im Val d’Aran ist eines der bestgehütesten Schätze der Pyrenäen. Dank seiner geografischen Enklave wurden über Jahrhunderte hinweg ein komplettes und facettenreiches Kulturgut bewahrt. Herrliche stilistisch ausgearbeitete Stücke aus verschiedenen Epochen. Das Kunsthandwerk umfasst alle Genres und Disziplinen (Architektur, Malerei, Bildhauerei sowohl in Holz als auch in Stein), viele von grosser Kunstfertigkeit und Einzigartigkeit.

Eine Naturlandschaft, die von prähistorischen Kulturen, den Römern und später von den Christen besiedelt wurde, macht das ganze Tal zu einem einzigen geschichtsmuseum. Sie haben die Möglichkeit, diese Schätze bei der  Ruta Románica de Aran zu entdecken.

Ende des 11. Jhdt., aber vor allem im 12. Und 13. Jhdt. wurden viele Kirchen und Kapellen errichtet. Der Grossteil der gebäude zeigt den Anfangsstil der Romanik.  

Die Ursprünglichkeit und Einzigartigkeit der Steinskulpturen kontrastieren mit der ausserordentlichen Qualität der Holzskulpturen. Besonders berühmt sind der herrliche Cristo de Mijaran und der Cristo de Salardú, die sich stilistisch ähneln.
Eine interesante Polychromie, die die Holzfiguren und gotischen Altäre überzieht, wechselt sich mit den bildhaften Darstellungen an den Kirchenwänden ab, die mit bewegenden Szenen im romanischen, gotischen und Renaissancestil überraschen.

Über Jahrhunderte hinweg wurde das Vermächtnis gepflegt und die historischen Gebäude gleichen einem Bilderbuch, das die Geschichte des Val d’Aran erzählt.

  • Sta. Maria d’Arties
    Als Nationales Kulturdenkmal erklärt.
    Ausser seiner romanischen Architektur birgt die Kirche in ihrem Inneren wunderbare Wandmalereien aus der  Renaissance (16. Jhdt.), gotische und barocke Altäre und verschiedene Gemälde aus dem 13. Und 15. Jhdt.
  • Sta. Maria de Cap d’Aran
    Das Besondere an dieser einstigen Marienwallfahrtskirche sind die Dimensionen des romanischen Gebäudes mit einer kleinen Krypta und verschiedenen Bauphasen, die chronologisch vom 11. bis 13. Jhdt. datieren. Früher gab es herrliche romanische Wandmalereiern in der Kirche.
  • St. Pèir d’Escunhau
    Der reich verzierte Portikus mit dem Crismon und den Gekreuzigten Christus überrascht ebenso wie das taufbecken im Inneren. Hier bilden die architektonischen Stilmittel eine perfekte Harmonie.
  • St. Estèue de Betren
    das gebäude wurde zwischen dem 13. Und 14. Jhdt. Errichtet. Harmonischer Dialog zwischen zwei verschiedenen Stilrichtungen: Romanik und Gotik. Die neue Konzeption stellt sich im monumentalen Portikus mit Erzählcharakter dar.
  • Sta. Eulària d’Unha
    Gebäude aus dem 12. Jhdt. Mit lombardischer Ornamentik in seinen Absiden.  
    Im Innneren überraschende Wandmalereien, die den Geschmack und die Sprache in den verschiedenen Epochen zum Ausdruck bringen: romanischer Stil in der Hauptapsis und gotischer bzw. Renaissancestil an den Wänden des Kirchenschiffs.  
  • St. Andrèu de Casau
    Trotz Reformierungsarbeiten bewahrt die Kirche früh- und spätromanische Elemente von hohem Interessse so wie der Taufstein und das Wasserbecken, mit figurativen Dekorationen. Gotische Mariendarstellung.
  • St. Fèlix de Vilac
    Verschiedene architektonische Stile: romanisch, gotisch und barrock.
    Der elegante gotische Glockenturm fällt ins Auge.  Taufsteine und Füsse des Altars im romanischen Stil.
  • St. Pèir de Betlan
    Ausser seiner schönen Schlichtheit besizt diese kleine Kirche eine polychromierte Skulptur der Virgen de las Nieves. Taufsteine und Füsse des Altars im romanischen Stil.
  • St. Estèue de Montcorbau
    Zeugnis aus der Romanik ist das wunderbar ausgearbeitete Taufbecken.
    Die elegante gotische Apsis fällt ins Auge.
  • Mair de Diu dera Purificacion de Bossòst
    Stilistische Einheit dieser Basilika im Kleinformat mit zwei Eingängen mit Tympano, verzierten Kolumnen und Kapitellen, und einem beeidruckenden Glockenturm. Ein wunderbares Beispiel der Romanik im  Aran.
  • Sta. Maria de Vilamòs
    Bestattungsstelen aus der römischen Zeit, in den romanischen Kirchenmauern und der schlanke Turm, erzáhlen von einer  Zeit, die noch weit vor dem 11.
    Und 12. Jhdt. lag.
  •  St. Martin de Gausac
    in dieser gotischen Kirche entdecken wir einige romanische Arbeiten: die Christusfigur und das taufbecken, eines der schönsten im Aran.  
  • St. Andrèu de Salardú
    Beim übergang von der Romanik zur Gotik bewahrt die Kirche die Skulptur des Cristo von Salardú, Meisterwek der Romanik (12.
    Jhdt.). Innen wunderbare darstellungen aus der Renaissancezeit (16.-17.Jhdt.)
  • St. Miquèu de Vielha
    Gotischer Altar und das herrliche romanische Gemälde des  Cristo de Mijaran, ein Werk aus Erill, das ursprünglich Teil einer monumentalen Repräsentation der Abnahme vom kreuz war. Der gotische Eingang unterhalb des schönen und eleganten Glockenturms verdient Beachtung.
  • St. Blai de Les
    Die Existenz der Kapelle neben der Baronia de Les wirft eine Vielzahl an Fragen auf.
    Es könnte sich um die Apsis eines Gebäudes von grösserem Ausmass handeln, das entweder nicht fertiggestellt oder abgerissen wurde.

 

 

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